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Bodenschutz

Der Boden erfüllt vielfältige Funktionen für Umwelt und Gesellschaft. Gleichzeitig stellt er ein empfindliches und nicht vermehrbares Schutzgut dar, das vielen Nutzungsansprüchen ausgesetzt ist. Als Grundlage für den vorsorgenden Bodenschutz werden im Rahmen der Bodenkundlichen Landesaufnahme regionalisierte Daten über die Verbreitung, Leistungsfähigkeit, Schutzwürdigkeit und Gefährdung der Böden im Saarland erstellt. Der Internet Kartendienst des Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz hält derzeit acht saarlandweite Fachanwendungen vor.















Bodenübersichtskarte
(zeigt die Verbreitung der Böden)


Die Bodenübersichtskarte im Maßstab 1:100.000 (BÜK 100) zeigt eine regionalisierte Darstellung des bodenkundlichen Inventars. Maßstabsbedingt und aufgrund des engräumig wechselnden Untergrundes im Saarland sind die auftretenden Bodeneinheiten meist als Bodengesellschaften charakterisiert. Ein ausführlicher Erläuterungstext bietet Informationen zu den ökologischen Eigenschaften der Böden. 

Zur Anwendung „Bodenübersichtskarte (BÜK 100)“

 

Quartärkarte
(gibt einen Einblick in den jüngsten erdgeschichtlichen Zeitraum des Saarlandes)

Das Quartär dokumentiert sich im Saarland sowohl in eigenständigen Substraten wie Lößlehmen oder Flußterrassenablagerungen als auch in periglazialen Formungsprozessen, die die obersten Bereiche des präquartären Gesteinsuntergrundes erfasst haben. 

Zur Anwendung „Quartärkarte“

 

Karte des Nitratrückhaltevermögens
(dokumentiert das Speichervermögen der Bodenzone für Nitratstickstoff)

Das Nitratrückhaltevermögen der Böden im Saarland wurde auf Grundlage der BÜK 100 und bodenphysikalischer Daten aus dem Bodeninformationssystem des Saarlandes (SAARBIS) ermittelt. Die Übersichtskarte im Maßstab 1:100.000 dient zur Identifizierung von Böden, die ein erhöhtes Risikopotenzial für Nitratausträge ins Grundwasser aufweisen. 

Zur Anwendung „Nitratrückhaltevermögen“

Karte des natürlichen Ertragspotenzials
(gibt Auskunft über die Fruchtbarkeit der Böden)

Die Darstellung des natürlichen Ertragspotenzials landwirtschaftlich genutzter Böden thematisiert eine der im BBodSchG nach § 2(2) definierten Nutzungsfunktionen und charakterisiert die Leistungsfähigkeit des Bodens zur Produktion von Nahrungsmitteln und Energiepflanzen. 

Zur Anwendung „Natürliches Ertragspotenzial“

Karte der Feldkapazität der Böden
(charakterisiert das Wasserspeichervermögen der Böden)

Die Übersichtskarte im Maßstab 1:100.000 bildet eine zentrale Kenngröße zum Bodenwasserhaushalt ab. Die Feldkapazität ist die Wassermenge, die ein Boden in natürlicher Lagerung maximal gegen die Schwerkraft zu­rückhalten kann und ein Maß für die Wasserspeicherkapazität des Bodens. Zur Vergleichbarkeit der Ergebnisse erfolgt die Bewertung der Feldkapazität bis 10 dm Profiltiefe (FK10). 

Zur Anwendung „Feldkapazität der Böden“

Karte der Luftkapazität der Böden
(informiert über die Versorgung der Pflanzenwurzeln mit Sauerstoff)

Die Luftkapazität wird durch den Anteil der weiten Grobporen im Porenraum des Bodens bestimmt. Sie kennzeichnet die Versorgung der Pflanzenwurzeln mit Sauerstoff und die Durchlüftung der Böden. Zur Vergleichbarkeit der Ergebnisse erfolgt die Bewertung der Luftkapazität bis 10 dm Profiltiefe (LK10). 

Zur Anwendung „Luftkapazität der Böden“

Karte der Standorttypisierung und des Biotopentwicklungspotenzials der Böden
(Darstellung der vom Boden geprägten Lebensraumfunktionen für die Vegetation)

Für die Standorttypisierung der Böden des Saarlandes wurden die Bodeneinheiten der Bodenübersichtskarte des Saarlandes im Maßstab 1:100.000 zu 11 Standorttypen mit unterschiedlichem Feuchteregime und Stoffbeständen gruppiert. In Abhängigkeit von Wassergehalt und Nährstoffversorgung weisen die Standorttypen ein hohes bis sehr hohes Biotopentwicklungspotenzial auf. 

Zur Anwendung „Standorttypisierung und Biotopentwicklungspotenzial der Böden“

Karte der Pufferbereiche von Oberböden unter forstwirtschaftlicher Nutzung
(zeigt ein regionalisiertes Bild der Bodenversauerung)

Die Karte im Maßstab 1:100.000 bildet die Pufferbereiche von Böden und damit einen Indikator für das Ausmaß der Bodenversauerung ab. Die Datenbasis repräsentiert Untersuchungen bis zum Jahr 1995, so dass die Säureeinträge von fast zwei Dekaden unberücksichtigt bleiben. Aktuelle Daten liegen für gebietsbezogenen Studien vor und sind zu einem späteren Zeitpunkt verfügbar. 

Zur Anwendung „Pufferbereiche von Oberböden unter forstwirtschaftlicher Nutzung“

 

Ansprechpartner

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz
Katja Drescher-Larres
Schutzgebiete und Boden
Telefon (0681) 8500-1160